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Autogenes Training mit Dipl. Psychologe Stefan Hartman

Dipl. Psych. Stefan Hartmann
Dipl. Psych. Stefan Hartmann

Dipl.-Psych. Stefan Hartmann ist seit 24 Jahren in eigener Praxis therapeutisch,beratend und supervisorisch tätig. Mit zahlreichen Vorträge und ganzjährigen Kurstätigkeiten (z.B. VHS Trier), hat Hartmann neben der therapeutischen Arbeit seinen Schwerpunkt auf die Prävention gelegt. Der leidenschaftliche Segler, Katzenliebhaber und Dan-Träger in der jap. Kampfkunst Kendo, engagiert sich hier vor allem in den Bereichen Autogenes Training, Selbstsicherheitsentwicklung und Persönlichkeitsstärkung.

 

Der Kneipp Verein Trier e.V. konnte Hartmann für ein Interview zum Bereich autogenes Training (kurz: AT) gewinnen. Wie AT wirkt und warum seine Kurs auch persönlich für Sie von Interesse sein könnten, hat Hartmann im folgenden Text für die Vereins-Website aufgearbeitet.

 

Kneippverein: Herr Hartmann, Sie zitieren in ihren Kursen gerne Kung Fu Tse: "Es ist vernüftiger, eine Kerze anzuzünden, als über Dunkelheit zu klagen". Von welcher Dunkelheit ist hier die Rede?


Hartmann: Lebt ein Mensch in einem ausgeglichenen Zustand zwischen Spannung auf der einen Seite und Entspannung auf der anderen, so fühlt er sich wohl. Wir bezeichnen ihn als ausgeglichenen Menschen und wir haben einen harmonischen Eindruck von ihm, denn beide Pole machen untrennbar den "ganzen" Menschen aus. In der Arbeit, der Problemlösung, bei Konflikten, unter starken Gefühlen - kurz: unter "Stress" spannen wir uns an, während wir uns in der Erholung und Freizeit, im Zustand der "Muße" -bei schönen Dingen- lösend entspannen. Leider gerät die ausgewogene Waagschale oftmals aus dem Gleichgewicht, bleibt so im Extremfall neigend auf einer Seite stehen. Ängste, Überforderungen, Kränkungen, Bedürfnisse von innen und Anforderungen von außen sind dafür verantwortlich. Hält dieser Zustand längere Zeit an, besteht die Gefahr, dass der Mensch passiviert, weil er nicht mehr den Eindruck hat, mit dem gewohnten Handwerkszeug und aus eigener Anstrengung diesen depressionsnahen Zustand auflösen zu können.

 

Kneippverein: Das dürfte natürlich auch Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden mit sich bringen.


Hartmann: Das ist richtig. Vielen Menschen, auch schon zunehmend Kinder, sind in unserer modernen Leistungs- und Konsumgesellschaft nicht mehr in der Lage, die Anspannung vermittels Ruhe, Gelassenheit und Freude in eine lösende Entspannung zu überführen; sie bleibt bestehen, wird chronisch. Folgen dieser dauerhaften, körperlich-seelisch-geistigen Anspannungen sind Stress- und psychosomatische Krankheiten, wie z.B. Verdauungsbeschwerden oder Spannungskopfschmerzen. Sie sind nichts anderes als Ausdruck einer quälenden Disharmonie im Gesamtsystem Mensch. Der disharmonische Mensch reagiert ständig mit Unruhe und Nervosität, flüchtet in Agression und Depression, fühlt sich krank und wird letztlich wirklich krank! Eine Spirale ohne Ende.

 

Kneippverein: Und das autogene Training bringt das besagte sprichwörtliche „Licht ins Dunkel“?

Hartmann: Absolut. Das autogene Training (kurz: AT) ist eine hervorragende eigentherapeutische Methode, aus eigener Kraft den ausgewogenen Zustand von Soma (Körper) und Psyche (Geist), Leisten und Lassen, Spannung und Entspannung wiederherzustellen. Ganz im Gegensatz zur Meditation oder Yoga ist AT eine deutsche Erfindung des Nervenarztes Prof. Schultz und mit etwa 85 Jahren im direkten Vergleich noch eine recht junge Entspannungstechnik.

 

Kneippverein: Sie bieten Einsteiger- und Fortgeschrittenenkurse an. Wie kann man sich die praktische Umsetzung des AT vorstellen?


Hartmann: Der Übende beginnt damit, dass er unter meiner Anleitung lernt, systematisch ersteinmal seinen Körper zu entspannen und bewußt geistig abzuschalten. Dies erreicht er mit Hilfe von bestimmten, positiven Formeln, die er im fortschreitenden Zustand der Entspannung wiederholt denkt. Nach und nach erreicht er einen Zustand körperlich-seelischer Entspannung, der ähnlich dem des Tagträumens ist, nur gilt hier der Unterschied, dass die Person die Entspannung AKTIV durch Konzentration in der Ruhe steuert. Das AT ist also ein konzentratives Verfahren und wird in der Bewegungslosigkeit durchgeführt.

 

Kneippverein: Wie sind die Rückmeldung ihrer Kursteilnehmer? Helfen die Übungen im Alltag wirklich weiter?


Hartmann: Wer das AT gelernt hat, kann gedanklich abschalten, umschalten, ruhig sein und ruhig bleiben. Er hat nun die Fähigkeit, z.B. sein aufgeregtes Herz zu beruhigen, Stress vorzubeugen und abzufangen - und als ersten Erfolg des Einsteigerkurses Ruhe und einen erholsamen Schlaf zu erreichen…Viele Jahrzehnte wissenschaftlicher Überprüfung machen das Verfahren verläßlich, so dass auch Krankenkassen dazu übergegangen sind, Teile der Kursgebühren zu finanzieren.

 

Kneippverein: …aber die Konsequenz ist wichtig...


Hartmann: Richtig. Bei konsequentem Üben, das heißt 2 x einige Minunten täglich, kommt es meist schnell zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit, besserer Konzentrationsfähigkeit, zu einer Behebung von Einschlaf- oder Durchschlafschwsierigkeiten und vorallem zu Erfolgen bei verschiedenen Stress- und Persönlichkeitsproblemen wie z.B. Verspannungen, Migräne, Kopf- Magenschmerzen und sogar nervösen Herzbeschwerden.

 

Kneippverein: Vielen Dank Herr Hartmann.

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