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Satzung des Kneipp-Verein Trier e.V.

§ 1

 

Der Verein führt den Namen Kneipp – Verein – Trier e.V. und hat seinen Sitz in Trier. Er ist / wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Trier eingetragen.

 

§ 2

 

Der Kneipp – Verein – Trier gehört dem Kneipp Bund e.V. Bundesverband für Gesundheitsförderung, an. Er ist jedoch wirtschaftlich und rechtlich selbstständig. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 3

 

Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und die Lehre Sebastian Kneipps vom gesunden Leben und naturgemäßen Heilen, sinngemäß erweitern und vertiefen, wissenschaftlich untermauern und zeitgemäß dargestellt – allen Menschen nahezubringen.

 

§ 4

 

1. Die Arbeit des Vereins dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne der Abgabenordnung – Abschnitt „ Steuerbegünstigte Zwecke“ – und ist nicht auf wirtschaftlichen Gewinn gerichtet. Wirtschaftliche Einrichtungen dürfen in Ihrer Gesamtrichtung nur dazu dienen, die satzungsmäßigen Zwecke des Vereins zu verwirklichen. Der Verein verfolgt keine parteipolitischen Ziele. Seine Aufgaben sind überkonfessionell.

 

2. Der Verein ist selbstlos tätig. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

3. Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 5

 

Das Arbeitsgebiet des Kneipp – Vereins umfaßt u.a.

 

1. Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im umfassenden Sinn der Gesundheitsbildung durch eine praxisbezogene Aufklärung z.B. durch

a) fachliche und belehrende Vorträge über Fragen der persönlichen und allgemeinen Gesundheitspflege sowie über die Verhütung von Krankheiten.

b) Abhalten von Kursen über Gesundheits- und Krankheitspflege, zweckmäßige Ernährung und über die Anwendung von Licht, Luft, Sonne, Wasser und Heilpflanzen.

c) Kurse in Bewegungs- und Entspannungsübungen sowie Förderung und Pflege des Sports in seiner Gesamtheit.

d) Förderung von Luft- und Sonnenbädern, Wassertretstellen und Armbadeanlagen und Einrichtungen Kneipp´scher Erlebnisstätten.

e) Förderung des Jugendgesundheitsdienstes, Bildung von Jugendgruppen.

 

2. Pflege des Andenkens an Sebastian Kneipp.

 

§ 6

 

Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden. Mindestalter 10 Jahre. Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Beitrittserklärung beantragt. Für Minderjährige ist die Zustimmungserklärung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Jedes Mitglied hat den Vereinsbeitrag zu zahlen. Für über 18 jährige Mitglieder ist der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte Voraussetzung. Die Familienmitgliedschaft kann gegen Zahlung eines von der Mitgliederversammlung festzusetzenden Betrag erworben werden. Als fördernde Mitglieder können dem Verein natürliche und juristische Personen sowie Personenvereinigungen beitreten, die durch Sonderbeiträge den Verein besonders fördern wollen. Mitglieder und Personen, die sich um den Kneipp – Verein besonders verdient gemacht haben, können von der Hauptversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenmitglieder haben die gleichen Rechte wie die ordentlichen Mitglieder, sind jedoch von der Beitragsleistung befreit.

 

§ 7

 

Für langjährige Mitgliedschaft werden folgende Ehrennadeln verliehen:

 

10 Jahre Mitgliedschaft - Ehrennadel in Bronze

25 Jahre Mitgliedschaft - Ehrennadel in Silber

über 40 Jahre Mitgliedschaft - Ehrennadel in Gold.

 

Anträge sind über den Kneipp – Verein an den Kneipp-Bund zu richten. Besondere Verdienste um die Kneipp´sche Idee können durch Verleihung des Verbandsabzeichen in Silber und Gold gewürdigt werden. Über entsprechende Anträge entscheidet das Präsidium des Kneipp-Bund.

 

§ 8

 

Jedes Mitglied erhält die Bundeszeitschrift sowie Benachrichtigungen örtlichen Charakters so lange unentgeltlich an die angegebene Anschrift zugestellt, als es mit dem von der Hauptversammlung festgesetzten Mitgliedbeiträgen nicht in Verzug gerät. Bei Familienmitgliedschaft wird nur ein Exemplar der Verbandszeitschrift geliefert.

 

§ 9

 

Jedes Vereinsmitglied ist berechtigt:

a) an den Beratungen und Beschlussfassungen der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Zur Ausübung des Stimmrechts sind nur Mitglieder über 18 Jahre berechtigt

b) die Einrichtungen des Vereins nach Maßgabe der hierfür getroffenen Bestimmungen zu nutzen

c) an den Veranstaltungen des Vereins zu dem festgesetzten Kostenbeitrag teilzunehmen

d) soweit es einer Sportgruppe angehört, vom Verein Versicherungsschutz gegen Unfälle bei Teilnahme an Kursen des Vereins sportlicher Art (wie Gymnastik, Yoga usw.) zu verlangen

 

Die Mitglieder sind insbesondere verpflichtet:

a) die Satzung des Vereins zu befolgen

b) nicht gegen die Interessen des Vereins zu handeln

c) die durch Beschluss der Jahreshauptversammlung festgesetzten Beiträge auch im Einzugsverfahren zu entrichten

 

§ 10

 

Jedes Mitglied über 18 Jahre ist wahl- und stimmberechtigt, außer in Fällen, in denen die Beschlussfassung die Vornahme eines Rechtsgeschäftes mit einem Mitglied oder die Einleitung eines Rechtsstreites zwischen einem Mitglied und dem Verein betrifft (§34 BGB). Ehegatten als Familienmitglieder sind wahl- und stimmberechtigt.

 

§ 11

 

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch

a) Austritt

b) Ausschluss

c) Tod

d) Auflösung des Vereins

 

2. Der Austritt kann nur zum Schluss eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist durch eingeschriebenen Brief erklärt werden.

 

3. Der Ausschluss kann erfolgen, wenn das Mitglied seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder den Interessen des Vereins zuwiderhandelt.

 

4. Der Ausschluss wird durch den Vereinsvorstand beschlossen und dem Ausgeschlossenen mittels eingeschriebenem Brief zugestellt. Darin ist auf das Einspruchsrecht hinzuweisen. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Zustellung des eingeschriebenen Briefes. Über den Einspruch entscheidet die Hauptversammlung.

 

5. Mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte ist das Mitglied automatisch aus dem Verein ausgeschlossen.

 

6. Ausgeschiedene Mitglieder haben keinen Anspruch auf Vereinsvermögen.

 

§ 12

 

Die Organe des Kneipp-Verein sind:

1. Die Hauptversammlung

2. Der Vorstand

3. Der Beirat

 

§ 13

 

1. Die ordentliche Hauptversammlung des Vereins findet alljährlich möglichst im ersten Kalenderhalbjahr statt. Der Vorstand bestimmt nach Anhören des Beirates die Tagesordnung, Zeit und Ort der Jahreshauptversammlung und beruft sie mindestens drei Wochen vor dem festgesetzten Termin schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung ein.

 

2. Außerordentliche Hauptversammlungen können vom Vorstand jederzeit und mit einer Frist von 10 Tagen einberufen werden. Sie müssen einberufen werden, wenn dies der Beirat mit Dreiviertelmehrheit oder der vierte Teil der Mitglieder verlangen.

 

3. Die Hauptversammlung setzt sich zusammen aus:

a) den Mitgliedern

b) dem Vorstand

c) dem Beirat

Teilnahme- und stimmberechtigt sind alle Vereinsmitglieder über 18 Jahre. Minderjährige sind nur teilnahmeberechtigt.

 

4. Anträge zur Hauptversammlung können vom Vorstand, vom Beirat und von den stimmberechtigen Mitgliedern gestellt werden. Die Anträge sind zu begründen und spätestens 6 Tage vor der Hauptversammlung dem Vereinsvorsitzenden einzureichen. Über die Behandlung verspätet eingereichter Anträge entscheidet die Hauptversammlung.

 

5. Der Geschäftskreis der Hauptversammlung erstreckt sich auf:

a) Genehmigung des Geschäfts- und Rechenschaftsberichtes,

b) Genehmigung des Haushaltsplanes,

c) Entlastung von Vorstand und Beirat,

d) Wahl von Vorstand und Beirat,

e) Festsetzung des Mitgliedsbetrages,

f) Beschlussfassung über die eingegangenen Anträge,

g) Verschiedenes.

 

6. Beschlüsse allgemeiner Art werden mit Stimmenmehrheit gefasst außer den im § 18 vorgesehenen Fällen.

 

7. Zur Überprüfung der Kassen- und Buchführung werden von der Hauptversammlung zwei sachverständige Personen auf Dauer von vier Jahren gewählt. Die Prüfung soll jährlich einmal stattfinden. Über das Ergebnis ist der Hauptversammlung zu berichten.

 

§ 14

 

1. Der Vorstand besteht aus dem:

1. Vorsitzenden

2. Vorsitzenden

Schriftführer und Schatzmeister.

 

2. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch mindestens zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter der 1. Vorsitzende oder 2. Vorsitzende, vertreten.Der Vorstand wird von der Hauptversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Der Vorstand muss Mitglied des Kneipp-Vereis sein. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt. Der 1. Vorsitzende oder 2. Vorsitzende kann auch gleichzeitig ein zweites Vorstandsamt (z.B. Schriftführer oder Schatzmeister) ausüben. Der Vorstand kann freiwerdende Vorstands- und Beiratsposten kommissarisch bis zur nächsten Hauptversammlung besetzen. Die Besetzung erfolgt durch Beschluss des Vorstandes.

 

3. Der Vorstand stellt im Einvernehmen mit dem Beirat für jedes Jahr einen Haushaltsplan auf, der von der Hauptversammlung zu genehmigen ist. Verträge, die eine Verpflichtung von 1.000 DM (außerhalb des Etats) enthalten, bedürfen im Innenverhältnis die Zustimmung des Beirates.

4. Der Vorstand hält Sitzungen nach Bedarf ab, mindestens zweimal jährlich.

5. Der Vorstand gibt sich zur Regelung seiner Geschäfte eine Geschäftsordnung.

 

§ 15

 

1. Dem Beirat sollen nach Möglichkeit mindestens 3 Mitglieder angehören.

 

2. Der Beirat ist von der Hauptversammlung auf die Dauer von vier Jahren zu wählen. Die Beiratsmitglieder müssen Mitglied des Kneipp-Vereins sein.

 

3. Der Beirat ist vor allen Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zu hören. Bei Meinungsverschiedenheiten entscheidet die einfache Stimmenmehrheit.

 

§ 16

 

Vorstand und Beirat halten gemeinsame Sitzungen ab.

 

§ 17

 

Über jede Sitzung des Vorstandes, des Beirates und der Hauptversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 

§ 18

 

1. Die Satzung kann nur durch Beschluss der Hauptversammlung mit mindestens Dreiviertelmehrheit geändert werden. Der Kneipp-Bund ist zu informieren.

 

2. Der Kneipp-Verein kann nur durch Beschluss, welcher mit Dreiviertelmehrheit erfolgen muss, in einer zu diesem Zweck einberufenen Hauptversammlung aufgelöst werden. Diese Beschlussfassung ist möglich, wenn bei dieser Hauptversammlung drei Viertel der Mitglieder anwesend sind. Sind nicht drei Viertel zur Auflösungsversammlung anwesend, so ist unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung, eine zweite Hauptversammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der Mitglieder durchzuführen, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschließt. Der Kneipp-Bund ist zu informieren.

 

3. Das bei Auflösung vorhanden Vermögen fällt dem Kneipp-Bund e.V., Bundesverband für Gesundheitsförderung zu, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. Sollte der Kneipp-Bund e.V. selbst aufgelöst sein, so fällt das Vermögen ausschließlich gemeinnützigen die Volksgesundheit fördernden Körperschaften zu. Über die Verwendung beschließt die letzte Hauptversammlung, nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes.

 

Diese Satzung wurde am 10. Januar 1988 errichtet.

 

Trier, den 10. Januar 1988

 

Satzung zum Download im pdf-Format

Satzung des Kneipp-Verein-Trier e.V.
Satzung-Kneipp-Verein-Trier-eV.pdf
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